Tag Archiv für Parkverhalten

Bitte nicht auf dem Schachtdeckel parken

Dem Thema „Parken“ wird in der Straßenverkehrsordnung (StVO) ein gesamter Paragraph gewidmet. Der Paragraph 12 der StVO regelt das Halten und Parken. Genaugenommen wird beschrieben, wie und wo man nicht parken darf. Beim Durchsehen der aktuellen Regelungen erzeugen die Formulierungen bei  Großstadtbewohner ein leichtes Schmunzeln.

Es ist platzsparend zu parken

In Absatz (6) vernimmt man die Formulierung: „Es ist platzsparend zu parken; das gilt in der Regel auch für das Halten.“ Die Regel ist durchaus sinnvoll und wird in Großstädten mit akutem Parklückenmangel in der Regel auch ernsthaft praktiziert. Einige Autofahrer nehmen das sogar sehr genau. Sie parken dann neben einem so ein, dass man schon ein wahrer Akrobat sein muss, um das Auto zu verlassen.

Wer zuerst kommt…

In Absatz (5) ist ganz klar der Anspruch auf den Parkplatz geregelt. Hier steht: „An einer Parklücke hat Vorrang, wer sie zuerst unmittelbar erreicht; der Vorrang bleibt erhalten, wenn der Berechtigte an der Parklücke vorbeifährt, um rückwärts einzuparken oder wenn er sonst zusätzliche Fahrbewegungen ausführt, um in die Parklücke einzufahren. Satz 1 gilt entsprechend für Fahrzeugführer, die an einer freiwerdenden Parklücke warten.“ Diese Vorschrift wird gern mal außer Acht gelassen und stattdessen regiert das Gesetz des Stärkeren oder besser des größeren Autos. Wie auch immer, der Klügere gibt nach, es ist ja nur ein Parkplatz!

Der Anhänger stört!

Ich hatte schon öfters das Vergnügen bei der Suche nach einem Parkplatz auf Parklücken zu treffen, die von einem PKW-Anhänger besetzt werden. Entweder steht ein „Fisch-Imbiss mit zwei Rädern“ in der Parklücke oder andere ähnliche Gefährte, die wertvolle Parkplätze verstellen. Aber man kann sich ärgern wie man möchte, es ist lt. Absatz (3b) bis zu 14 Tage möglich, einen Anhänger ohne Zugfahrzeug zu parken. Danach sollte der Anhänger mal bewegt werden. Und genau das machen die Besitzer dieser „rollenden Imbiss-Buden“ auch wöchentlich.

Nicht auf dem Schachtdeckel parken!

Die Regelung in Absatz (3) Punkt 4. fand ich aber am besten. Dort steht: „Das Parken ist unzulässig über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen, wo durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung (Anlage 2 laufende Nummer 74) das Parken auf Gehwegen erlaubt ist…“ Welcher Autofahrer beachtet diese Regel? Sie erscheint sinnvoll aber gleichzeitig kurios. Man freut sich, dass am endlich einen freien Parkplatz finden konnte und dann ist dort auf dem Gehweg ein Schachtdeckel. Soll man nun weiterfahren? Na klar, im Zweifelsfall wird das Auto nämlich umgesetzt. Und das ist bekanntlich ein sehr teures Parkvergnügen. Also heißt es, weitersuchen nach dem nächsten freien Parkplatz.

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Einbruch im geparkten Auto

Heute Nacht wurde ich mehrmals durch das aus meiner Sicht nervige ertönen einer Auto-Alarmanlage aus dem Schlaf gerissen. Es ist in der Regel nicht ungewöhnlich, dass Alarmanlagen von geparkten Autos öfters durch natürliche Einflüsse, wie Wind oder starken Regen ausgelöst werden. Also habe ich mir auch hierbei nichts weiter gedacht und habe versucht, wieder einzuschlafen.

Scheibe eingeschlagen

Als ich morgen aus dem Fenster auf den Parkplatz blickte und einen Polizeiwagen stehen sah, dachte ich an einen Routinebesuch. Aber beim zweiten Hinsehen stellte ich fest, das dass neben dem Polizeiwagen geparkte Auto auf der Beifahrerseite keine Scheibe mehr besaß. Die Glasscherben lagen sichtbar in der Parklücke. Nun war mir klar, dass die Alarmanlage in der Nacht korrekt angeschlagen hatte. Eine Querstraße weiter stand ebenfalls ein Polizeifahrzeug. Auch dort wurde bei einem geparkten Auto die Scheibe eingeschlagen und das integrierte Navigationssystem ausgebaut.

Unsichere Parkplätze

Eigentlich dachte ich, dass die hiesige Wohngegend bzgl. Autoeinbrüchen einigermaßen sicher sei. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. In Wohngegenden, in denen die Autos in den heiß begehrten und all zu knappen Parklücken abgestellt werden, scheint es für Diebe sogar einfacher zu sein, Einbrüche zu verüben. Begünstigend ist hierbei die Anonymität der Großstadt und die immer währende Geräuschkulisse.

Auftragsdiebstahl mit steigender Tendenz

Einem älterem Bericht der Berliner Morgenpost zu folge, stieg in den Jahren 2010 die Anzahl der organisierten Auto- und Autoteile-Diebstähle. Dabei handelt es sich um Banden aus dem osteuropäischem Raum, die gezielt geparkte Autos ins Visier nehmen. Meist werden die Fahrzeuge Tage zuvor ausgesucht, um dann in einer konzentrierten Aktion zuzuschlagen. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der einen Kaskoversicherung hat, um nicht gänzlich auf dem entstandenen Schaden sitzen zu bleiben.

Verhindern kann man diese Art von Einbrüchen sicher nicht. Aber es gibt Möglichkeiten auf bewachte Parkplätze oder Parkhäuser auszuweichen, was aber mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden ist.

 

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Frauen parken besser

Die Zeitschrift „Die Welt“ berichtete kürzlich, dass Frauen nicht nur sehr gut einparken, sondern dies sogar besser als die Männer tun. In einer Studie aus Großbritannien wurden dazu 2500 Nutzer eines Parkplatzbetreibers beobachtet und in Bezug auf die Schnelligkeit bei der Parkplatz-Suche, Ablauf und Dauer des Einparkens und eventueller Positionskorrekturen bewertet. Dabei erreichten die Frauen durchschnittlich 13,4 und die Männer 12,3 von maximal 20 Punkten.
Frauen nehmen sich bei der Parkplatzsuche mehr Zeit, wodurch sie beim Finden von Parkplätzen nicht so oft an passenden Parklücken vorbeifuhren und ihr Auto genauer positionierten. Jedoch sind sie mit dem erzielten Ergebnis nicht so schnell zufrieden wie die Männer.
Dieses Ergebnis überrascht sicher viele, da Männer als die besseren Fahrschüler gelten und ihnen in Tests eine bessere Orientierungsfähigkeit bescheinigt wurde. Aber anscheinend verlieren diese Vorteile mit zunehmender Fahrpraxis und steigendem Selbstbewusstsein an Bedeutung.

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